Leistungsverständnis

Leistungs-
verständnis

 

Wir möchten die Potentiale unserer Schülerinnen und Schüler bestmöglich entfalten. Eine ganzheitliche Bildung steht bei uns im Fokus, und dazu gehört auch eine moderne und innovative Leistungsbeurteilung. Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere Grundsätze hierzu vorstellen:

 

Erweiterter Leistungsbegriff:
Wir verstehen Leistung nicht allein als die Erbringung von kognitiven Leistungen, sondern als einen breiteren Begriff, der verschiedene Kompetenzen und Fähigkeiten über die Kernfächer hinaus umfasst. Neben schulischen Leistungen legen wir auch Wert auf soziale, kreative, technische und sportliche Kompetenzen. Jeder Schüler soll die Möglichkeit haben, seine individuellen Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Erfolge für jeden zum Aufbau von Selbstwirksamkeit:
Wir möchten jedem Schüler Erfolgserlebnisse ermöglichen, um das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit zu stärken. Daher setzen wir auf eine differenzierte Leistungsbewertung, die den unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Lernfortschritten gerecht wird. Jeder Erfolg, egal in welchem Bereich, wird bei uns anerkannt und gefeiert.

Veränderte Fehlerkultur:
Fehler sind ein natürlicher Bestandteil des Lernprozesses. An unserer Schule betrachten wir Fehler als Chancen zum Lernen und zur persönlichen Weiterentwicklung. Wir ermutigen unsere Schüler, aus Fehlern zu lernen, indem wir ihnen Raum geben, diese zu reflektieren und gemeinsam Lösungsstrategien zu erarbeiten. Fehler sind bei uns keine Stigmatisierung, sondern ein Schritt auf dem Weg zum Erfolg.

Formative Leistungsbegleitung:
Wir setzen auf eine kontinuierliche und individuelle Begleitung der Schülerinnen und Schüler während des Lernprozesses. Statt sich allein auf einzelne Prüfungen oder Tests zu fokussieren, legen wir Wert auf die Beobachtung, Rückmeldung und Beratung der Schüler in allen Phasen des Lernens. Dadurch können wir frühzeitig unterstützen, fördern und individuelle Lernwege entwickeln.

Feedbackkultur:
Feedback ist ein wertvolles Werkzeug, um Lernfortschritte zu erkennen und weiterzuentwickeln. Bei uns wird Feedback nicht nur von den Lehrkräften gegeben, sondern auch unter den Schüler*innen gefördert. Ein offener Austausch, konstruktive Kritik und Lob tragen dazu bei, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler kontinuierlich verbessern können.

Selbsteinschätzung:
Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Lernprozesse aktiv zu reflektieren und sich selbst einzuschätzen. Indem sie ihre Stärken und Entwicklungsbereiche erkennen, übernehmen sie Verantwortung für ihr eigenes Lernen und setzen sich individuelle Ziele. Selbstreflexion ist ein wichtiger Baustein, um langfristiges Lernen zu ermöglichen.

 

An unserer Schule setzen wir verschiedene Instrumente der Leistungsbewertung ein, um ein umfassendes Bild vom Lernfortschritt unserer Schülerinnen und Schüler zu erhalten. Diese Instrumente ermöglichen eine differenzierte Einschätzung der individuellen Leistungen und bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Kontexten zu zeigen. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier wichtige Instrumente vor:

 

Portfolios:
Ein Portfolio ist eine Sammlung von Arbeitsproben, die über einen längeren Zeitraum hinweg erstellt werden. Es beinhaltet eine Vielzahl von Aufgaben, Projekten, Präsentationen oder anderen Leistungen, die den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler dokumentieren. Portfolios ermöglichen es den Schülern, ihre individuellen Stärken und Fortschritte zu präsentieren und ihre Lernprozesse zu reflektieren. Sie dienen auch als Grundlage für eine differenzierte Rückmeldung und Beratung seitens der Lehrkräfte.

Authentische Lernproben:
Authentische Lernproben sind Aufgabenstellungen, die den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in realitätsnahen Situationen anzuwenden. Anstatt nur theoretisches Wissen abzufragen, werden praktische Aufgaben gestellt, die den Transfer des Gelernten in authentische Kontexte fördern. Beispiele für authentische Lernproben können Projekte, Fallstudien, Simulationen oder Praktika sein. Diese Art der Leistungsbewertung ermöglicht es den Schülern, ihre Kompetenzen und Problemlösungsfähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Tests zur Selbsteinschätzung:
Tests zur Selbsteinschätzung bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihren eigenen Lernfortschritt einzuschätzen. Dabei beantworten sie Fragen oder bearbeiten Aufgaben, die speziell darauf abzielen, ihr Verständnis und ihre Kenntnisse zu überprüfen. Diese Tests dienen nicht nur der Leistungsbewertung, sondern auch der Reflexion des eigenen Lernprozesses. Sie helfen den Schülerinnen und Schülern dabei, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und sich selbstständig weiterzuentwickeln.

Klassenarbeiten:
Klassenarbeiten sind wohl das bekannteste Instrument der Leistungsbewertung. Sie dienen dazu, das Wissen und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in einem bestimmten Fach zu überprüfen. Klassenarbeiten können schriftliche oder mündliche Prüfungen umfassen und werden in der Regel zu einem festgelegten Zeitpunkt im Unterricht durchgeführt. Obwohl Klassenarbeiten einen wichtigen Teil der Leistungsbewertung darstellen, betrachten wir sie als einen von mehreren Aspekten, um ein umfassendes Bild der Schülerleistungen zu erhalten.

Durch den Einsatz dieser unterschiedlichen Instrumente der Leistungsbewertung ermöglichen wir unseren Schülerinnen und Schülern, ihre Potentiale auf vielfältige Weise zu zeigen.

 

Zusätzlich zu den genannten Instrumenten der Leistungsbewertung legen wir großen Wert auf regelmäßige Lernentwicklungsgespräche und Bilanz- sowie Zielgespräche im Unterricht.

 

Lernentwicklungsgespräche:
Dreimal im Schuljahr finden Lernentwicklungsgespräche statt, in denen sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte zusammensetzen, um über den individuellen Lernfortschritt zu sprechen. Diese Gespräche bieten die Möglichkeit, die Stärken und Entwicklungsbereiche des Kindes zu besprechen, gemeinsam Ziele zu setzen und den weiteren Lernweg zu planen. Es ist uns wichtig, dass alle Beteiligten aktiv am Bildungsprozess teilnehmen und eine gemeinsame Verantwortung für den Erfolg der Schülerinnen und Schüler übernehmen.

Regelmäßige Bilanz- und Zielgespräche im Unterricht:
Im Unterricht legen wir großen Wert auf eine kontinuierliche Reflexion des Lernprozesses. Regelmäßige Bilanz- und Zielgespräche finden statt, um den Schülerinnen und Schülern Feedback zu geben und gemeinsam ihre individuellen Ziele zu besprechen. Diese Gespräche dienen dazu, den Fortschritt zu bewerten, Unterstützung anzubieten und neue Herausforderungen zu identifizieren. Durch diese individuelle Begleitung möchten wir sicherstellen, dass jeder Schüler sein volles Potenzial entfalten kann.

 

Diese Gespräche ermöglichen eine enge Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrkräften, um den Lernfortschritt zu überwachen und gezielt zu fördern. Sie fördern die Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler, unterstützen sie bei der Festlegung realistischer Ziele und stärken ihre Eigenverantwortung für den Lernprozess.

 

In Kombination mit den vielfältigen Instrumenten der Leistungsbewertung schaffen wir so an unserer Schule ein umfassendes und individuelles Bewertungssystem, das die Potentiale unserer Schülerinnen und Schüler bestmöglich entfaltet.